Einer für alle, alle gegen die menschliche Natur – die traurige Realität des menschlichen Seins
- 26. März
- 9 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. März
Ein Essay über Egoismus, Moral und den Mythos der Solidarität
Solidarität ist die edel klingende Verpackung für egoistische Interessen, die sich als Moral ausgeben. Sie ist der heilige Gral aller Bürgerrechtsbewegungen der letzten hundert Jahre – unangetastet, selten hinterfragt. Man könnte meinen, hinter Solidarität verberge sich ein gottgegebener altruistischer Trieb, der Menschen zum Zusammenleben befähigt. Doch unter der Maske der Menschlichkeit liegt nichts als Taktik: ein klug inszenierter Tauschhandel zwischen Angst, Anerkennung und Vorteil. Solidarität ist eine Erfindung – nicht der Beweis für das Gute, sondern ein Wort, das rationaler Gemeinschaft einen moralischen Anstrich verleiht.
Um zu begreifen, warum es im Menschen keinen Altruismus gibt – und warum Solidarität nur ein schön verpacktes Synonym für Zweckrationalität ist – müssen wir uns mit der Natur des Menschen selbst beschäftigen.
Der Wille zur Macht - kein Platz für Altruismus
Arthur Schopenhauer sah die Essenz des menschlichen Seins im Willen zum Leben – einem blinden, rastlosen Drang nach Selbsterhaltung. Friedrich Nietzsche griff diesen Gedanken auf und radikalisierte ihn: Der Mensch will nicht nur leben, er will sich durchsetzen. Er will wachsen, herrschen, Bedeutung erlangen. Der Wille zur Macht ersetzt den bloßen Selbsterhalt. Dieser Wille wohnt jedem Menschen inne. Doch dieser Wille ist nicht exklusiv dem Menschen vorbehalten. Dieses Prinzip ist Kern jeder physischen Existenz. Bäume kämpfen erbarmungslos um Sonnenlicht und Nährstoffe, Tiere töten andere Tiere für den Selbsterhalt und kämpfen in bitteren Revierkämpfen um Lebensraum.
Ja und selbst der Stein – leblos, kalt, träge – widersetzt sich der Zersetzung, trotzt der Zeit, behauptet sein Dasein. Wir sehen, der Wille zur Macht ist ein unumstößliches, universelles Prinzip der Natur allen Seins in diesem Universum. Alles ist ein Kampf der Selbsterhaltung. Und genau das entzieht dem Prinzip der altruistischen Solidarität jeden Boden.
Doch eine Sache gilt hier klarzustellen: Es ist nicht mein Ziel den solidarischen Menschen zu verspotten und die Solidarität als wirklichkeitsfremde Idee zu brandmarken. Die zwischenmenschliche Solidarität ist ein wichtiges Werkzeug der Selbsterhaltung und Ehre gebührt jedem, der sie zu nutzen weiß.
Gleiche Körper - unvereinbare Geister
Aus biologischer Sicht ist jeder lebende Mensch gleich. Jede Person besitzt dieselben lebenswichtigen Organe: ein Herz, ein Gehirn, einen Magen. Es gibt Unterschiede im Geschlecht, in der körperlichen Ausprägung oder genetischen Disposition – doch im Wesentlichen teilt die gesamte Menschheit dieselbe physische Grundlage. Doch so sehr sich unsere Körper gleichen, umso unvergleichlicher ist der menschliche Geist. Kein Mensch teilt die exakt gleiche Geschichte, Ideologie oder Bedürfnisse. In der geistigen Welt gibt es keine Dopplung, jeder Mensch ist einzigartig, die geistige Individualität ist absolut.
Und aus genau diesem Grund kann es keine echte, totale Verbundenheit geben. Das, was wir als Gemeinschaft empfinden, ist nur ein soziales Konstrukt, welches Differenzen kaschiert, Gemeinsamkeiten überhöht und genau einem Zweck dient: dem Überleben. Ein funktionales Werkzeug zum Selbsterhalt. So kann man sagen, der Mensch handelt nicht aus Prinzip solidarisch, sondern weil ihm Gemeinschaft einen rationalen Vorteil bietet. Ohne sie würde er im Chaos versinken, sich selbst und die Welt als sinnlos und grausam empfinden. Erst das Wissen, nicht allein zu sein, macht das Dasein erträglich.
Daraus folgt, der soziale Mensch ist ein strategischer Mensch. Er erkennt die Notwendigkeit der Gemeinschaft und schafft sich so eine Lebensgrundlage.
Gemeinschaft: Kein Ideal, sondern Strategie
In der Einleitung manifestierte ich bereits die Solidarität als Synonym für Zweckrationalität. Doch das gilt es erstmal zu beweisen. Warum ist Solidarität nur rationales Konstrukt zur Selbsterhaltung?
Gemeinschaft entsteht nicht durch geteilte moralische Werte, sondern durch gemeinsame Interessen. Politische Bewegungen, Gewerkschaften und Parteien bilden sich nicht aus der universellen, wahren Moral heraus. Sie sind Synthesen vieler individuellen Bedürfnisse und Interessen – keine moralischen Wahrheiten. Selbst Grundpfeiler wie Menschenrecht sind nicht gottgegeben oder „natürlich“, sondern soziale Konstrukte, geschaffen zum Selbstschutz und Durchsetzung individueller Interessen. All diese Verbindungen sind Bündnisse zum Erreichen gemeinsamer Ziele.
Das Individuum passt sich dem solidarischen Gedanken nicht aus der reinen Überzeugung an, sondern aus Kalkül. Der Mensch ordnet sich dieser Gemeinschaft unter, weil es ihm nützt. Nützt sie ihm nicht mehr, verlässt er sie. Die solidarische Gemeinschaft basiert rein auf einem minimalen Grundkonsens, die tiefergehenden individuellen Bedürfnisse treten zurück – zugunsten von Struktur, Schutz und Teilhabe. Zusätzlich stiften Gemeinschaften Identität, eine zentrale Säule der Selbsterhaltung. Wer die Frage „Wer bin ich?“ nicht beantworten kann, fällt unweigerlich in einen tiefen existenzialistischen Abgrund, aus dem man sich allein kaum befreien kann.
Die Identifikation mit einer Gemeinschaft ist also kein Beweis der Solidarität, sondern ein psychologischer Überlebensmechanismus. Sie schützt vor Isolation, bietet Struktur und liefert Antworten auf Fragen, die allein nicht zu ertragen sind. Doch all das geschieht nicht aus Überzeugung - sondern aus strategischer Notwendigkeit. Der Mensch ist nicht solidarisch, weil er das will, sondern weil er muss. Deswegen fallen auch viele auf Sekten rein. Die Sekte nützt dem Individuum – nicht unbedingt materiell, aber psychologisch. Sie mag ihm das Geld aus der Tasche ziehen und Freundschaften und Familien zerstören, aber sie ersetzt all das durch stärkeres Gefühl von Zugehörigkeit. Sekten, Religionen, Gemeinschaften: Sie alle nutzen die menschliche Natur – nicht, um zu verbinden, sondern um ihre eigenen Ziele zu verfolgen.
Jetzt könnte man Gegenargumentieren, jede Gemeinschaft hätte auch das Verbinden im Sinn. Aber dem ist zu widersprechen. Verbindung ist kein Ziel – sie ist ein Nebenprodukt das unweigerlich aus der Gemeinschaft folgt. Der Primäre Zweck einer Gemeinschaft ist immer das Durchsetzen der Interessen. Es bleibt moralisch zu hinterfragen, warum sich so manche Gemeinschaft dieses Nebenprodukt als Primärziel angeeignet hat.
Die Lüge der Selbstlosigkeit
Und auch auf der individuellen Ebene ist Solidarität mehr Schein als Sein. Oder um genau zu sein: Nur Schein und kein Sein. Was wir Selbstlosigkeit nennen, ist in Wahrheit nur die eleganteste Form des Eigennutzes.
Niemand opfert sich aus Prinzip - auch das spräche gegen das universelle Prinzip der Selbsterhaltung. Wer sich selbst zurücknimmt, tut das, um Schuld zu vermeiden. Die Mutter, die ihr Kind nährt und selbst hungert – sie könnte mit der Schuld nicht leben, sich selbst dem Kind vorzuziehen. Der Feuerwehrmann, der ein Leben aus den Flammen trägt – trägt auch das Prestige einer Gesellschaft, die von Helden spricht. Und der Märtyrer? Für ihn wäre es unerträglich, aus dem Kampf zurückzukehren – wissend, dass er hätte sterben können. Sein Tod ist kein Opfer – sondern ein letzter Griff nach Bedeutung. Und wir könnten hier jedes beliebige Beispiel einsetzen – doch Selbstlosigkeit bleibt immer psychologisches Kalkül.
Doch die Frage bleibt zu beantworten, warum empfinden wir dann überhaupt Empathie? Die Frage können wir sowohl philosophisch als auch psychologisch wissenschaftlich beantworten. David Hume sagte: Wir spüren den anderen, weil wir ihn in uns wiedererkennen. Empathie basiert auf Ähnlichkeit – nicht auf Prinzipien. Sehen wir ein Kind, das von einer Erzieherin misshandelt wird, fühlen wir mit. Wir empfinden das Leid, weil wir uns in diesem Kind spiegeln können. Auch wir könnten es sein, die geschlagen werden. Wir können die Angst, das Ausgeliefertsein nachempfinden. Doch sehen wir einen Massenmörder auf dem Weg zur Vollstreckung seines Urteils, bleibt unsere Empathie aus. Wir erkennen uns nicht in ihm – oder wir weigern uns, es zu tun. Die Abscheu überwiegt die Gemeinsamkeit. Und so vergessen wir, dass auch der Mörder – wie wir – ein Mensch ist.
Ich weiß, wie schwer dieser Gedanke zu ertragen ist. Für viele ist der (Massen-)Mörder kein Mensch mehr – sondern das Böse, das Unverzeihliche. Und doch empfinde ich in solchen Fällen manchmal Empathie. Nicht für die Tat, nicht für die Schuld, nicht für das, was dieser Mensch getan hat – sondern für das, was er ist: ein Mensch, mit Biografie, mit Geschichte, mit einem beschädigten inneren Kompass.
Das heißt nicht, dass ich Verständnis aufbringe im moralischen Sinn. Es heißt nicht, dass ich ihre Taten relativiere. Ich will keine Täter entschuldigen. Ich will sie nicht vor der Verantwortung bewahren. Ich glaube an Strafe, an Gerechtigkeit, an Schutz für die Opfer. Aber ich weigere mich, das Menschsein an der Schwelle zur Schuld zu beenden.
Vielleicht empfinde ich diese Empathie, weil sie mir Distanz gibt. Vielleicht, weil ich aus ihr ein Gefühl von Reflexion oder moralischer Weite ziehe. Vielleicht ist es sogar ein Vorteil, den ich mir selbst zuschreibe – ein innerer Gewinn. Auch das will ich nicht verdrängen. Aber ich glaube: Nur wer die Menschlichkeit auch im Abstoßenden anerkennt, kann ehrlich über Schuld sprechen – ohne selbst zu verkommen.
Wer Unrecht erlitten hat, muss nichts davon akzeptieren. Niemand ist verpflichtet zu verstehen, zu verzeihen oder hinzusehen. Aber für mich ist dieser Gedanke notwendig. Denn er zwingt mich, das Prinzip der Empathie bis an die äußerste Grenze zu denken – und dort nicht wegzusehen.
Moral – nicht entdeckt, sondern erfunden
Nach diesem persönlichen Einschub bewegen wir uns wieder zurück auf die Metaebene. Es ging bereits viel um Moral – doch was ist das eigentlich? Was ist dieses Konzept, das wir als heilig verklären, das unsere Gesetze durchzieht, unsere Gesellschaft ordnet und unser Gewissen prägt?
Moral erscheint uns oft als universelle Instanz – als etwas, das außerhalb von uns liegt, als überzeitliches Richtig oder Falsch. Doch das ist eine Illusion. Moral ist kein Naturgesetz. Sie ist ein menschliches Konstrukt – entstanden aus Bedürfnis, Angst, Anpassung, Macht. Es gibt keine allgemeingültige Moral. Moral ist relativ. Sie ist wandelbar. Es gibt keine Instanz, die Moral festlegt. Sie wird vereinbart, also synthetisiert, erkämpft und verinnerlicht. Werte wie Menschenrechte, Gleichheit oder Freiheit sind historisch gewachsen. Sie wurden also nicht entdeckt, sondern definiert.
So folgt: das „Richtige“ ist das, worauf sich genug Menschen einigen. Und trotzdem, sie ist nicht die eine Wahrheit. Auch in der progressivsten Gesellschaft werden auf Mikroebene - sollten nicht wirklich alle Klone voneinander sein – die Meinungen zu bestimmten Werten variieren. Was bedeutet denn eigentlich Freiheit?
Und was ist nun die Funktion? Moral reguliert und ordnet das Verhalten und Zusammenleben. Sie stiftet Orientierung und Sinn. Sie verleiht Handlungen Legitimität – und kann zur Machtstabilisierung dienen. Logisch folgt, sie ist kein Beweis für „das Gute“, sondern ein Werkzeug des menschlichen Systems.
Moral ist also ein Konstrukt. Das bedeutet, dass solidarisches oder empathisches Handeln nicht absolut gut sein kann oder muss. Die Moral ist in ihrer Natur zweckgebunden und kann dementsprechend befreien – oder manipulieren.
Werte im Ausverkauf: Kapitalismus kann alles brauchen
Und jetzt kommen wir zu einem zentralen Punkt. Denn das, was ich hier bereits etabliert habe, setzt ein vorhandenes System ohne Rücksicht auf Verluste gnadenlos um. Der Kapitalismus.
Der Kapitalismus verwertet alles, was verwertet werden kann. Er schlägt daraus Kapital und bereichert sich - an Identität, an Glauben und an der Wahrheit. Wenn Moral, Solidarität und Empathie keine absoluten Werte sind, sondern Konstrukte, sind sie somit auch schwer anfällig für Instrumentalisierung. Was wir im kapitalistischen System sehen: Moral wird nicht gelebt, sondern vermarktet. Unternehmen nutzen Werte, Ethik soziale Anliegen, um sich selbst reinzuwaschen. Sie nutzen sie – zur Vermarktung, zur Imagepflege, als Deckmantel für ihr Kapitalinteresse. Prominent für diese Verwertung ist das Greenwashing, bei dem ein Unternehmen, und sei es noch so unsauber, versucht, das eigene Image durch scheinheilige Kampagnen zu halten oder zu verbessern. Nicht aus moralischen Gründen, sondern aus dem Kapitalinteresse. Sie preisen soziale Verantwortung, starten Diversity-Kampagnen und kassieren dafür Millionenerträge und soziales Ansehen. Das Ausnutzen von Moral für das Kapitalinteresse ist die perfideste Art der Moralpredigt. Und das Schlimme, es geht hier nicht nur um Großkonzerne, auch auf der individuellen Ebene erkennen wir, auch das Individuum ist ein Teil des Spiels. „Gutes tun“ wird inszeniert, sichtbar gemacht, aber nicht aus innerem Antrieb – sondern zur Selbstinszenierung. Solidarität degeneriert zum Statement auf sozialen Plattformen, anstatt strukturell zu Handeln. Empathie wird zur sozialen Währung. Und was ist mit denjenigen, die Soziale Plattformen für Aufklärung über z.B. soziale Gerechtigkeit oder Feminismus nutzen?
Auch soziale Aufklärung folgt den Spielregeln der Plattform. Instagram-Seiten, die sich für Gerechtigkeit einsetzen, tun das nicht außerhalb des Systems – sondern innerhalb seiner Mechanik. Der Algorithmus belohnt Emotion, Teilbarkeit, Inszenierung. Wahrheit allein reicht nicht. Selbst der wertvollste Inhalt muss sichtbar sein – und Sichtbarkeit ist in dieser Logik eine Ware. Wer Reichweite will, muss spielen, wie das System es verlangt. Das ist kein Verrat – sondern eine bittere Realität.
Der Kapitalismus ist nicht blind – er ist höllisch effizient. Er erkennt, was Menschen brauchen, und macht es profitabel. Er verwandelt Aufbegehren in Markenidentität, Widerstand in Imagepflege, und Solidarität in ein Verkaufsargument. Es ist kein Zufall, dass selbst linke Kämpfe nur dann sichtbar werden, wenn sie sich in der Sprache des Marktes ausdrücken lassen. Was nicht verkauft werden kann, wird nicht gehört. Und was gehört wird, ist bereits kapitalisiert.
Auch wir sind Teil davon – und handeln trotzdem
Kaufen wir doch lieber bei der Marke, die sich gegen Kinderarbeit in der Lieferkette entscheidet. Gehen wir lieber in den Club, der sich Antirassismus und Antifaschismus auf die Fahne schreibt. Und alle spielen das gleiche Spiel.
Auch ich arbeite an einem Ort, der queeren, antirassistischen und antifaschistischen Werten Raum gibt – und ich tue das, weil ich daran glaube. Aber auch, weil es mir selbst etwas gibt: einen Platz, Sinn, Orientierung. Selbst dieser Ort, so aufrichtig er sich bemüht, ist nicht frei vom System. Auch wir müssen sichtbar sein, Zeichen setzen, uns markieren.
Wir sind Teil einer Ordnung, in der das Gute nicht mehr nur getan, sondern gezeigt, verkauft, kommuniziert werden muss. Das macht es nicht falsch – aber es macht es menschlich. Auch das ist Selbsterhalt. Auch das ist kalkuliert. Und genau deshalb: aufrichtig.
Handeln – nicht weil wir rein sind, sondern weil wir es müssen
Was also bleibt, wenn wir all das Wissen? Was bleibt, wenn man all das zu Ende denkt?
Dass Solidarität, Moral und Empathie nicht selbstlos sind, sondern Werkzeuge zur Selbsterhaltung. Dass Menschen sich nicht verbinden, weil sie gleich fühlen, sondern weil sie gleiche Ziele verfolgen. Dass Gemeinschaft nicht auf Wahrheit beruht, sondern auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner.
Dass Moral kein universelles Prinzip ist, sondern eine Vereinbarung. Eine nützliche Erfindung, nicht ein höheres Gesetz. Und dass der Kapitalismus diese Erfindung pervertiert hat – indem er sie in Produkte, Kampagnen, Marken verwandelt.
Und trotzdem: Ich schreibe diesen Text nicht, um alles abzulehnen. Ich schreibe ihn, weil ich an Verantwortung und Wahrheit glaube. Nicht an moralische Reinheit, sondern an ehrliches Handeln in einem widersprüchlichen System.
Linkes Denken darf keine Heilsgeschichte sein. Es muss Widerspruch aushalten können. Es braucht keine „guten Menschen“, sondern Strukturen, die mit schlechten Bedingungen umgehen können. Solidarität bleibt notwendig – nicht als Mythos, sondern als Werkzeug.
Ich glaube nicht an den selbstlosen, altruistischen Menschen. Aber ich glaube an den, der weiß, dass er es nicht ist – und gerade deshalb nicht aufhört, es zu versuchen.
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